Julibowle 2022 – Heißzeit und Vorhangzauber

Im Juli ging es mit vielen Hitzetagen und Temperaturen weit jenseits der 30 Grad-Marke oft heiß her. So waren während dieses turbulenten und nicht ganz einfachen Monats auch Schatten und Abkühlung gefragt und man wusste durchaus auch etwas Ruhe und Muße für gute Lektüre oder interessante Kulturgenüsse zu schätzen. Und auch wenn der Monat gefühlt sehr schnell an mir vorbeigezogen ist, ist doch einiges Merkens- und Bemerkenswertes zusammengekommen:

Sehr gut gefallen hat mir persönlich zum Beispiel der Livestream der Münchner Staatsoper (Staatsoper TV) von Leoš Janáček’s „Das schlaue Füchslein“ unter der Regie von Barrie Kosky (im Rahmen von Oper für alle). Die Inszenierung, die mit unzähligen, unterschiedlichen Vorhängen und geradezu magischen Lichteffekten wirklich unglaublich schöne Bilder auf die Bühne des Münchner Nationaltheaters zauberte, war wirklich etwas Besonderes – Vorhangzauber und Operngenuss!

Und auch im Fernsehen habe ich diesen Monat – trotz vermeintlichem Sommerloch – drei wirklich sehenswerte Filme bzw. Sendeformate, entdecken können:

So konnte ich endlich eine weitere filmische Bildungslücke schließen und mir den Schwarz-Weiß-Klassiker von Billy Wilder „Zeugin der Anklage“ mit Marlene Dietrich und Charles Laughton in den Hauptrollen aus dem Jahr 1957 nach einem Roman von Agatha Christie anschauen. Das kann man auch heutzutage wirklich noch sehr gut sehen.

Künstlerisch interessant und gelungen zusammengestellt fand ich auch den Dokumentar- bzw. Essayfilm „Brennender Sommer“ von Heinz Bütler, der auf 3Sat gezeigt wurde: Es ging um Hermann Hesse’s Zeit im Tessiner Ort Montagnola und vor allem auch um sein dort entstandenes Werk „Klingsors letzter Sommer“. Stimmungsvolle Bilder, Peter Simonischek liest aus Hesse’s Werk, Literaturexperten diskutieren darüber und Sänger Daniel Behle singt Ausschnitte aus Richard Strauss’ „Vier letzte Lieder“ (nach Gedichten von Hesse) – ein sinnenfreudiges, künstlerisches Gesamtkunstwerk. Da ich zudem vor kurzem erst den Krimi „Mord in Montagnola“ gelesen hatte, war dies ein schöner Anlass, sich nochmal mit dem Ort und dem Literaturnobelpreisträger zu befassen.

Ein völlig anderes, aber ebenso packendes Fernseherlebnis war die neue 45-minütige Dokumentation von Claus Kleber „Utopia – Irre Visionen im Silicon Valley“ (in der ZDF Mediathek verfügbar bis 19.07.27), in welcher er einen Eindruck vermittelt und auch kritisch beleuchtet, an welchen bahnbrechenden Technologien aktuell bereits geforscht wird, die unser Leben nachhaltig und wohl unausweichlich verändern werden.

Ein vollkommener Kontrast zur strahlend-glänzenden, durchgestylten High-Tech-Welt des Silicon-Valley – jedoch mit mindestens ebenso eindrucksvollen Bildern bzw. Fotografien – durfte ich in der aktuell noch bis zum 7. August 2022 laufenden Ausstellung „Spuren der Zeit“ in der Neuen Galerie Landshut erleben. Die expressiven Fotografien von Martin Waldbauer zeigen die Spuren, welche die Zeit zum Beispiel in menschlichen Gesichtern oder an den Händen von Holzarbeitern hinterlässt – Bilder mit einer großen Kraft, die einem direkt in die Seele zu blicken scheinen, wenn man vor ihnen steht. Auf der Homepage des Künstlers könnt Ihr Euch gerne selbst einen Eindruck verschaffen.

Und auch an Lesestoff hatte der Juli einiges zu bieten und führte mich gleich zweimal nach Norwegen, in die Weltstädte Paris und New York, an die legendäre Otto-Falckenberg-Schule in München, in meine Heimatstadt Landshut und zweimal nach Bella Italia – aber der Reihe nach:

Mit Sigrid Undset’s „Kristin Lavranstochter – Das Kreuz“ ging die nobelpreisgekrönte Trilogie und für mich eine Reise durch das mittelalterliche Norwegen zu Ende, die mich literarisch aufgrund der großartigen und zeitgemäßen Übersetzung von Gabriele Haefs wirklich sehr für sich eingenommen hat. In drei Bänden durfte ich Kristin Lavranstochter durch schöne, aber auch schwierige Zeiten begleiten und in den immer noch aktuellen historischen Romanen mitverfolgen, was es bedeutete, als Frau im norwegischen Gudbrandsdalen des 14. Jahrhunderts gelebt zu haben.

In ein völlig anderes Norwegen entführte mich dann Toril Brekke mit ihrem Roman „Ein rostiger Klang von Freiheit“ – und zwar in die Hauptstadt Oslo des Jahres 1968 – politisch aufgeheizte Zeiten, Studentendemonstrationen und -proteste und mittendrin die kurz vor dem Abitur stehende Agathe und ihr kleiner Bruder Morten, die sich in turbulenten Zeiten ohne ihre Mutter, die mit einem Liebhaber nach Kopenhagen durchgebrannt ist, ihren eigenen Weg ins Leben suchen müssen. Ein sehr atmosphärischer, intensiver Roman, der den Zeitgeist der 68er sehr gekonnt einfängt.

Um starke Frauen mit einer ganz besonderen Verbindung geht es in Catherine Cusset’s Roman „Die Definition von Glück“. Ein Buch, das viele heiße Eisen und ernste Themen anpackt und anhand der Lebensgeschichten von Clarisse aus Paris und Ève aus New York erzählt, was es bedeutet, eine Frau zu sein – mit allen Höhen und Tiefen.

Im Juli konnte ich außerdem persönlich endlich eine entsetzliche Lücke schließen und zwar kann ich jetzt vollumfänglich meinen geschätzten BloggerkollegInnen beipflichten, die den dritten Teil von Joachim Meyerhoff’s Romanreihe „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ einfach nur umwerfend gut fanden. Ein Buch zum Niederknien – witzig und traurig zugleich – und ein höchst unterhaltsamer Ausflug in die Nymphenburger Villenwelt bzw. das Haus der Meyerhoff’schen Großeltern, aber vor allem auch ein Blick hinter die Kulissen einer renommierten Schauspielschule – wie der Otto-Falckenberg-Schule in München. Herrlich – ganz großes Theater zwischen zwei Buchdeckeln!

Schon bald werde ich Euch mit einer Buchvorstellung auch ein Kapitel meiner Heimatstadt Landshut vorstellen dürfen, und zwar hat Richard Rötzer mit „Narrenträume“ einen historischen Roman über die Zeit des bayerischen Herzog Wilhelm V. verfasst. Und sein Hofnarr hat so einiges zu erzählen – also lasst Euch überraschen, denn mehr dazu gibt es schon in Kürze hier auf der Kulturbowle.

Und auch meiner Italiensehnsucht habe ich diesen Monat wieder einmal ausführlich – wenn auch nur literarisch – gefrönt und zwar mit zwei wunderbaren, neuen Büchern von zwei Autoren, die ich bereits in der Vergangenheit kennen- und schätzen gelernt habe:

Tim Parks machte sich mit seiner Lebensgefährtin auf einen anspruchsvollen Fußmarsch durch Italien auf den Spuren Giuseppe Garibaldi’s: das dabei entstandene Buch „Der Weg des Helden: Auf Garibaldis Spuren von Rom nach Ravenna“ – ich möchte unbedingt demnächst noch ausführlicher berichten – ist spannend und sehr interessant zu lesen.

Und der ehemalige, langjährige SZ-Korrespondent in Rom Stefan Ulrich, dessen bisher erschienene Bücher (wie z.B. „Quattro Stagioni: Ein Jahr in Rom“) ich sehr mochte, hat mit „Und wieder Azzurro: Die geheimnisvolle Leichtigkeit Italiens“ eine gefühlvolle Liebeserklärung an das Land seiner Träume verfasst, in welcher er versucht zu ergründen, was für ihn (und vielleicht für so viele Deutsche, Schweizer und Österreicher) diesen ganz besonderen Zauber Italiens ausmacht. Ein wunderbares Buch für alle, die Italien lieben. Auch hierzu gibt es hoffentlich in Kürze einen ausführlicheren Beitrag.

Was bringt der August?

Es gibt tatsächlich bereits den zweiten Bloggeburtstag zu feiern, den ich selbstverständlich gerne stilecht mit einer Bowle begehen möchte – ich werde berichten und vielleicht stoßt Ihr ja virtuell mit mir an.

Und dann ist August natürlich Festspielzeit – da gibt es viel zu sehen – auch im Fernsehen – von Bayreuth über Bregenz nach Salzburg gibt es für alle Fans Oper satt:

Am 6. August um 20.15 Uhr geht es mit 3Sat zum großen Finale des Ring des Nibelungen zur „Götterdämmerung“ auf den Grünen Hügel in Bayreuth – man darf gespannt sein auf die Neuinszenierung von Valentin Schwarz, der den Ring im Stil einer Netflix-Serie in Szene setzen möchte.

Am 13. August zeigt 3Sat um 20.15 Uhr die diesjährige Neuinszenierung von Giacomo Puccini’s „Madame Butterfly“ auf der Bregenzer Seebühne – die spektakuläre Bühne besteht dieses Mal aus einem großen weißen Blatt Papier.

Und auch die Festspielstadt Salzburg darf nicht fehlen: am 20. August um 20.15 Uhr zeigt ebenfalls 3Sat die Barrie Kosky-Neuinszenierung von Leos Janáceks Oper „Káta Kabanová“ aus der Felsenreitschule.

Ich wünsche allen einen schönen und entspannten August! Genießt den Sommer und den Urlaub – falls einer ansteht – und bleibt gesund!

Die ausführlichen Rezensionen sind jeweils auf den farbig hinterlegten Titeln verlinkt und ein Klick führt direkt zum jeweiligen Beitrag, wo dann auch die entsprechenden bibliographischen Angaben zu finden sind.

Gaumen-Highlight Juli:

Eine sehr schöne vegetarische Alternative zu einem der klassischen bayerischen Biergartengerichte schlechthin, d.h. zum Wurstsalat, sind für mich Essigknödel. Ein erfrischendes, perfektes Sommeressen: einfach Semmelknödel in Scheiben schneiden, Zwiebeln drauf und mit Salz, Pfeffer und einem Essig-Öl-Dressing schön sauer anmachen. Wird aber leider in Biergärten meist nicht angeboten, so dass es die in der Regel nur zu Hause gibt.

Musikalisches im Juli:
Hängen geblieben ist bei mir diesen Monat ein Song, den Marlis Petersen bei der Sommernachtsgala in Grafenegg (noch bis 15.08.22 in der 3Sat Mediathek zu sehen) gesungen hat: „Where is it written“ aus dem Film „Yentl“ (Komponist: Michael Legrand) – da lohnt es sich auch das Original von Barbra Streisand aus dem Jahr 1983 nochmal nachzuhören.

„Aus meiner tiefsten Seele zieht
Mit Nasenflügelbeben
Ein ungeheurer Appetit
Nach Frühstück und nach Leben.“

(Ausschnitt aus dem Gedicht „Morgenwonne“ von Joachim Ringelnatz 1883 – 1934)

Julibowle 2021 – Sommerpausen und Festspielzeiten

Aktuell verabschieden sich viele Blogger in eine Sommerpause und nehmen sich eine Auszeit – auch die Theater gehen in die sommerliche Spielzeitpause, dafür beginnt anderenorts die Festspielzeit. So war der Juli eine Zeit des Übergangs, ein Wechselspiel aus Sommerpausen und Festspielhöhepunkten – ein Gehen und Kommen.

So konnte ich Anfang Juli noch einmal einen wunderschönen Freiluft-Theaterabend in Landshut genießen – der mich in Wiener Heurigenstimmung versetzte und „Zur fesch’n Wirtin“ entführte, bevor sich dann das Landestheater Niederbayern in die Sommerferien verabschiedete.

Doch kulturell war dank eines reichhaltigen Festspielangebots per Livestream wirklich viel geboten, so dass bislang kein spürbares Sommerloch entstanden ist:
So konnte ich die Neuinszenierung der Bayreuther Festspiele „Der fliegende Holländer“ als Stream genießen – mit einer umjubelten Asmik Grigorian als Senta und einem für mich überragenden Daland gesungen von Georg Zeppenfeld.
Zudem gab es auch Wagner aus München: „Tristan und Isolde“ als „Oper für alle“, die ebenfalls per Livestream zu sehen war. Anja Harteros und Jonas Kaufmann gaben ihr Rollendebüt an der Bayerischen Staatsoper – ein emotionaler Abschied auch für den scheidenden Intendanten Nikolaus Bachler und Kirill Petrenko, der bereits die Leitung der Berliner Philharmoniker übernommen hat. Sehr sehenswert und mit einem geradezu unfassbaren Staraufgebot versehen, war auch das Abschiedskonzert „Der wendende Punkt“.
Und auch Mozart war im Livestream zu erleben: Ebenfalls aus München gab es den „Idomeneo“ aus dem Prinzregententheater, der mich vor allem durch die großartigen Gesangsleistungen von Matthew Polenzani (Idomeneo), Emily D’Angelo (Idamante), Olga Kulchynska (Ilia) und Hanna-Elisabeth Müller (Elettra) überzeugte.

Doch auch zwei filmische Bildungslücken konnte ich im Juli dank des öffentlich-rechtlichen Fernsehens schließen: Marcus H. Rosenmüller’s Spielfilm über den legendären Torwart „Trautmann“ und den großartigen und völlig zurecht oscarprämierten Film „Green Book“.

Schön auch, dass man wieder einmal eine Ausstellung besuchen kann: In der Landshuter Heiliggeistkirche ist aktuell „Peter Mayer – Totems und Fabelwesen. Eine Reise ins Paradies“ zu sehen. Der 2009 verstorbene Schwandorfer Künstler hat aus den Materialien Ton und Bronze Werke geschaffen, die unter anderem auch durch Studienaufenthalte in den USA und seiner Begegnung mit der Kultur der Native Americans geprägt wurden.

Meine Lektüre im Juli hatte überwiegend sehr sommerlichen Charakter:
Mit Robert Hültner’s „Lazare und die Spuren des Todes“ und Alex Lépic’s „Lacroix und das Sommerhaus in Giverny“ konnte ich zwei sehr unterschiedliche Frankreich-Krimis kennenlernen, die mir gut gefallen haben. Bei Gelegenheit werde ich hier noch näher berichten.

Inspiriert durch die Aktion „Würzburg liest ein Buch“ habe ich den Autor Max Mohr und seinen Roman „Frau ohne Reue“ aus dem Jahr 1933 für mich entdeckt. Eine intensive Lektüre, die es verdient, wieder ins Bewusstsein der Menschen geholt zu werden, da sie große Themen von zeitloser Gültigkeit behandelt.

Aus dem gleichen Jahrzehnt stammt das 2020 posthum veröffentlichte Werk der Verlegerin Helen Wolff: „Hintergrund für Liebe“. Ein grandioses Sommerbuch, das für mich der perfekte Beitrag zur Indiebookchallenge im Juli (#Sommerbuch) war, denn dieser Roman „schmeckt wirklich nach Sommer“. Sprachlich wunderschön – für mich ein ganz großer Lesegenuss!

Eine interessante Perspektive eröffnete Rolf Käppeli’s Roman „Vom Ende einer Rütlifahrt“, der die unterschiedlichen Haltungen und Stimmungen der Bevölkerung 1944 in der Schweiz beschreibt. Auf einem Raddampfer auf dem Vierwaldstätter See tauscht eine bunt gewürfelte Reisegesellschaft auf einem Betriebsausflug ihre Meinungen aus – da kann es durchaus hitzig werden.

Passend zur Festspielzeit ließ ich mich von Manfred Baumann’s Regionalkrimi „Salzburgsünde“ in die schöne Stadt an der Salzach entführen. Gerade das Salzburger Flair macht für mich den Reiz dieser Krimireihe um Kommissar Merana aus und so wanderte ich mit ihm dieses Mal auf den Kapuzinerberg und besuchte zumindest literarisch den „Parsifal“ im Großen Festspielhaus.

Eine Auszeit der anderen Art verschaffte mir das Sachbuch „Zeit der Aussteiger“ von Andreas Schwab, in welchem er zehn Künstlerkolonien, ihre Geschichte und Entwicklung sowie die prägenden Künstlerpersönlichkeiten der jeweiligen Orte beschreibt. Eine aufschlussreiche Lektüre, die einen guten ersten Einstieg in die Thematik gibt und inspiriert, sich weiter mit dem Phänomen „Künstlerkolonien“ zu befassen.

Gefordert und beschäftigt hat mich auch Jaume Cabré’s Roman „Eine bessere Zeit“, den ich Euch demnächst auch noch näher vorstellen möchte. Schließlich steht die nächste Station meiner Europabowle bzw. literarischen Europareise vor der Tür: Spanien.

Was bringt der August?

Weitere Möglichkeiten, sich ein wenig Festspielflair nach Hause ins Wohnzimmer zu holen:
Auf den „Don Giovanni“ der Salzburger Festspiele am Samstag, den 7. August 2021 um ca. 22.00 Uhr auf ARTE (oder ORF2) bin ich schon sehr gespannt.
Eine weitere Da Ponte-Oper steht auf ARTE Concert noch bis zum 08.07.2022 zur Verfügung: „Le nozze di Figaro“ von den Opernfestspielen aus Aix-en-Provence .

Bald gibt es auch den ersten Geburtstag meiner Kulturbowle zu feiern – unglaublich wie die Zeit vergeht.

Ansonsten hoffentlich noch einige schöne Sommerabende, Zeit im Freien und mit Sicherheit auch wieder gute, spannende und vielseitige Lektüre, über die ich selbstverständlich berichten werde.
Ich wünsche weiterhin allen Lesern und Bloggerkollegen – ob mit oder ohne Urlaub oder Sommerpause – einen schönen August, entspannte Sommertage und eine gute Zeit mit Kulturgenuss und Bücherlust!

Die ausführlichen Rezensionen sind jeweils auf den farbig hinterlegten Titeln verlinkt und ein Klick führt direkt zum jeweiligen Beitrag, wo dann auch die entsprechenden bibliographischen Angaben zu finden sind.

***

Gaumen-Highlight Juli:
Die Tomaten werden reif – eine schöne, rote San Marzano aus eigenem Anbau, da schmeckt man doch den Sommer – auch wenn man dieses Jahr ein wenig Geduld haben musste.

Musikalisches im Juli:
Meine musikalische Neuentdeckung dieses Monats war sicherlich das koreanische Volkslied „Arirang“, das die Sänger des Passauer Musiktheaterensembles Heeyun Choi und Kyung Chun Kim beim Heurigenabend „Zur fesch’n Wirtin“ als überraschendes und berührendes Element einstreuten. Bis zu diesem schönen Abend im Landshuter Prantlgarten war mir das Lied nicht bekannt – nach der anschließenden Wikipedia-Recherche weiß ich nun, dass es von der UNESCO sogar in der Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit geführt wird und dass es bei internationalen Sportveranstaltungen für gesamtkoreanische Mannschaften sogar als Ersatz der Nationalhymne eingesetzt wurde.

„Licht meiner Hoffnung, leuchte neu!“

(aus dem Libretto von Richard Wagner’s „Der fliegende Holländer“)