Geburtstagsbowle Nr.1

Ein Jahr Kulturbowle – unglaublich, aber wahr. Heute vor einem Jahr habe ich meinen ersten Beitrag auf diesem Blog veröffentlicht und mein neues Abenteuer begonnen. Corona hatte die Welt im Griff, an eine Impfung war noch nicht zu denken und statt einer Sommerurlaubsreise hatte ich mich entschieden, diese neue Reise zu beginnen. Am 14. August 2020 ging mein Beitrag „Auf zu neuen Ufern“ hinaus in die Welt – meine kreativ-trotzige Antwort auf die Pandemie.

So viel Mut hatte ich mir vorher gar nicht zugetraut, ich war gespannt, wie sich alles entwickeln würde und wurde mehr als positiv überrascht.
Ein Jahr, das trotz der Ausnahmesituation und der außergewöhnlichen Umstände dann doch schnell vergangen ist – auch dank meiner Bowle, die mir in dieser Zeit sehr viel Freude und Ablenkung bereitet hat.
Das Bloggen erwies sich gerade in Zeiten des Social Distancing als wahrer Glücksfall und sehr schönes, neues Hobby, das einen mit Gleichgesinnten, kulturell interessierten und kreativen Menschen in Verbindung bringt.

Vieles ist seitdem passiert: ich durfte viele interessante, kreative und nette Blogger und ihre Vielfalt an wunderbaren Blogs kennenlernen, die ich nicht mehr missen möchte. Sie inspirieren, bereichern, geben Denkanstöße, Lektüretips oder gute Anregungen und Kochrezepte für die nächste Mahlzeit, die man ja im letzten Jahr auch so häufig wie nie zuvor selbst zu Hause zubereitet hat.
Mit manchen Bloggerkollegen gehe ich virtuell auf Bergtouren, die ich selbst niemals machen würde, darf verreisen oder mit ins Kino oder ins Museum gehen.
Ich darf tolle Bilder und Fotos bewundern, erfahre, was unsere Nachbarn in Italien bewegt oder wie ein Buch von anderen wahrgenommen wird. Die Blogs eröffnen andere Sichtweisen und Perspektiven, die bereichern und das Leben bunter machen.

Zudem durfte ich mich über positive Resonanz, schöne Kommentare, interessierte Follower und zahlreiche Likes freuen. Vielen Dank dafür – all dies freut mich sehr!

Wie sehr ich Bücher liebe, dürfte den meisten Lesern wohl mittlerweile aufgefallen sein – sie sind Herzstück der Kulturbowle, aber gefreut hat mich auch, dass ich zumindest nach und nach neben den Buchrezensionen auch wieder über kulturelle Ereignisse berichten konnte. Ich hoffe sehr, dass dies auch in der kommenden Zeit so bleiben und weiter möglich sein wird.

So gehe ich glücklich und motiviert in mein zweites Bloggerjahr und hoffe, dass sich die Kulturbowle weiter so schön entwickelt wie bisher, meine Leser mir treu bleiben und ebenso viel Freude daran haben wie ich.

Ich habe noch einige Ideen, die ich nach und nach umsetzen möchte und werde weiter über Bücher, Theater, Oper, Musik, Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen schreiben und versuchen, Neugier zu wecken und Lust darauf zu machen – gerade die Kulturszene braucht jetzt dringend ein Erwachen und einen Neustart!

Und wie könnte man einen solchen, ersten Geburtstag gebührender feiern als mit einer Bowle: waren es letztes Jahr beim Auftakt die Erdbeeren, so gibt es dieses Jahr eine Himbeer-Heidelbeer-Bowle und selbstverständlich einige fotografische Impressionen!

Zum Wohl! Auf die Gesundheit und ein weiteres, schönes Jahr Kulturbowle!
Viel Spaß beim Lesen und Stöbern – Gäste sind jederzeit und herzlich willkommen!

Weihnachtsbowle 2020

Weihnachten steht vor der Tür und ich möchte all jenen, die ihren Weg auf meine Kulturbowle gefunden haben und mich auf meinem Blog begleiten von ganzem Herzen frohe Weihnachten und schöne Feiertage wünschen. Genießt die Feiertage und die Ruhe und nehmt Euch Zeit für die Menschen und die Dinge, die Euch wichtig sind und am Herzen liegen. Passt auf Euch auf und bleibt gesund!

Da Theater und Kultureinrichtungen ja weiterhin geschlossen haben, beschenken uns viele zu Weihnachten dennoch mit wunderbaren digitalen Angeboten, Livestreams, Online-Lesungen und vielem mehr.
Ich habe für Euch ein paar meiner persönlichen Kulturtips für die Festtage zusammengestellt. Vielleicht ist ja das eine oder andere für Euch dabei und versüßt Euch ebenfalls die Zeit zwischen den Jahren, die wir am besten ohnehin zu Hause verbringen sollten.

Das Landestheater Niederbayern – das Stadttheater meiner Heimatstadt – bietet mittlerweile ebenfalls ein digitales Angebot in der theatereigenen Mediathek. Für Opernfans steht dort aktuell Puccinis „Madama Butterfly“ kostenlos (oder gegen eine freiwillige Spende) zur Verfügung und das Repertoire wird ständig erweitert und ergänzt. Für mich wird jedoch auf alle Fälle die Kindervorstellung von Janoschs „Oh, wie schön ist Panama“ zu meinem diesjährigen Weihnachtsprogramm gehören – eine szenische Lesung, auf die ich mich (auch als Erwachsene) schon sehr freue (online verfügbar bis 27. Januar 2021).

Ebenfalls fix im Kalender steht für mich an Silvester der Livestream aus dem Münchner Gärtnerplatztheater: die Revueoperette „Drei Männer im Schnee“. Da ich bereits das Vergnügen hatte, diese gelungene, umjubelte und mit mehreren Preisen prämierte Inszenierung vor einiger Zeit live im Theater zu sehen, freue ich mich besonders, dass ich dieses Gute Laune-Stück nach der Romanvorlage eines meiner Lieblingsautoren jetzt am Silvesterabend um 18.00 Uhr nun nochmal in meinem Wohnzimmer genießen kann. Für Musical- und Operettenfreunde ein Genuss und ein großes Vergnügen!

Wer es weihnachtlicher und klassischer mag, der kann sich von der Bayerischen Staatsoper vom 24. bis zum 26. Dezember mit einem kostenlosen Video-On-Demand der Märchenoper „Hänsel und Gretel“ aus dem Münchner Nationaltheater beschenken lassen.

Auf Operavision findet sich ebenfalls ein vielfältiges, freies Onlineangebot diverser Aufführungen aus europäischen Opernhäusern. Das aktuelle Repertoire ist breit gefächert und reicht zum Beispiel von einem feinen, intimen Kurt-Weill Liederabend „Lonely House“ aus der Komischen Oper Berlin mit dem Intendanten Barrie Kosky am Klavier und der Sängerin und Schauspielerin Katharine Mehrling (verfügbar bis 22.01.21) bis zu Rameau’s „Les Indes Galantes“ (mit der von mir sehr geschätzten Anna Prohaska) aus der Bayerischen Staatsoper (verfügbar bis 01.01.21). Und aktuell fehlen auf der Plattform auch Opernklassiker wie „La Traviata“, „La Bohème“ oder „Turandot“ nicht.

Auf ARTE gibt es zudem die Möglichkeit, das traditionelle Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker zu sehen (am 31.12.20 ab ca. 18.35 Uhr), das dieses Jahr von Kirill Petrenko geleitet wird und ebenfalls vor leeren Rängen stattfinden muss. Musikalisch stehen neben Beethoven (Leonoren-Ouvertüre Nr. 3) vor allem spanische Klänge auf dem Programm.

Wer statt Weihnachtszauber und Silvesterfestlichkeit lieber eine spannende Lesung verfolgen möchte, für den bietet die Stadtbücherei Landshut auf ihrem Blog einen Audio-Podcast zu Agatha Christie aus der Reihe „Mitten ins Herz – Poesie und Musik im Dialog mit Heinz Oliver Karbus und Martin Kubetz“, der noch bis zum 31.12.20 abrufbar ist.

Wie Ihr seht, hat die kulturelle Szene derzeit viel zu bieten und versucht durch Online-Angebote bei den Menschen in Erinnerung zu bleiben und die Neugier wach zu halten. Viel Spaß und vielleicht war ja die eine oder andere Anregung für Euch dabei. Freut Euch auf die Zeit, wenn die Theater und Konzerthäuser wieder öffnen dürfen und bis dahin: Bleibt offen, neugierig, interessiert und zuversichtlich und genießt die Feiertage!

Für den Gaumen:
Bekocht Euch selbst mit allem, was Euch schmeckt und Freude macht. Jeder hat ja seine ganz eigenen Traditionsgerichte zu Weihnachten. Ob es nun die Würstchen mit Kartoffelsalat sind oder das Fondue. Nehmt Euch Zeit für den Genuss!

Zum Weiterhören:
Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach ist für mich der Inbegriff festlicher Weihnachtsstimmung: „Jauchzet, frohlocket“ und nehmt Euch Zeit für schöne Musik und genießt diese ganz bewusst!

Zum Weiterlesen:
Und was wäre die Kulturbowle ohne einen Buchtip am Ende.
Eine winterliche Leseempfehlung, die ich bereits vor vielen Jahren genießen durfte und die für mich als schöner Schmöker wunderbar in diese Zeit um Weihnachten passt, ist John Boyne’s „Das Haus zur besonderen Verwendung“. Boyne nimmt den Leser mit auf eine Reise ins winterliche Russland nach St. Petersburg im Jahre 1915 und erzählt die Geschichte vom einfachen Bauernsohn Georgi, der in die Leibwache des Zaren aufgenommen wird, und der Zarentochter Anastasia. Geschichtlicher Hintergrund, große Gefühle und ein Roman, den man nicht mehr vergisst.

John Boyne, Das Haus zur besonderen Verwendung
übersetzt von Fritz Schneider
Piper
ISBN: 978-3-492-27265-0

© Piper Verlag

Daher nehmt Euch Zeit für gute Bücher und macht es Euch bei guter Lektüre und einem schönen Getränk gemütlich! Frohe Weihnachten!

Auf zu neuen Ufern

Hallo Welt!
Hallo liebe Kulturbegeisterte, Bücherliebhaber und Genussmenschen!

Ich freue mich, dass Ihr da seid und den Weg auf meinen Blog gefunden habt. Mit diesem ersten Beitrag sende ich ein erstes, herzliches „Hallo“ hinaus in die Welt.

Hier schreibt Eine, die sich schon als Kind auf den Weg machte, die ersten großen Lieben ihres Lebens zu entdecken: Bücher, Musik, Theater – Kultur in ihrer Vielfalt und die schönen Dinge des Lebens. Die Vorlieben für gutes Essen und Trinken, Reisen und die Oper gesellten sich dann ein wenig später dazu. (Mehr zu mir könnt Ihr jederzeit gerne unter „Über mich“ lesen).

Das Jahr 2020 ist ein Jahr der Veränderung und des Umbruchs. Der Virus hat uns, unserem Leben und unseren Gewohnheiten eine neue Prägung gegeben. Gerade als jemand, der für sein Leben gerne ins Theater, die Oper oder in Konzerte geht, musste ich dieses Jahr viele schmerzliche Absagen und traurige Verluste hinnehmen und auf Ereignisse verzichten, auf die ich mich sehr gefreut hatte.
Trost suchte und fand ich unter anderem in Büchern und – auch wenn dies ein Live-Erlebnis im Theater nicht ersetzen kann – in einigen Fernsehübertragungen oder Livestreams aus Opernhäusern und Konzertsälen.

Auch meine Urlaubspläne habe ich dieses Jahr den Umständen angepasst und verbringe meine freie Zeit in meiner Heimat und bleibe zu Hause statt zu verreisen. Und da war dann auf einmal dieser Gedanke, eine andere Reise zu beginnen: Meine Liebe zu Kultur und Büchern zu teilen und da ich gerne schreibe (früher auch bereits auf einer Buchplattform Rezensionen verfasst habe), war da die Idee, dem Ganzen Raum und eine Form zu geben und diesen Blog zu starten – mein Sommerprojekt 2020. Sehr frei nach dem Motto, „wenn Dir das Leben Zitronen schenkt, mach’ Limonade draus“ – warum also nicht eine Bowle – meine Kulturbowle – daraus machen?

Auf zu neuen Ufern – ich freue mich auf diese neue Erfahrung, diesen neuen Weg, diese neue Reise. Kultur und Literatur bereichern mich und lassen mich wachsen, machen mich zu dem Menschen, der ich bin und lassen mich zugleich offen und wach in die Welt schauen. Wenn der eine oder andere durch diese Seite verlockt wird und Lust bekommt, zu einem Buch zu greifen, ins Theater oder die Oper zu gehen, Musik zu hören oder ein gutes Essen zu genießen und sich dann darüber zu freuen, habe ich mehr erreicht, als ich mir wünschen kann.

Kultur verbindet und macht das Leben lebenswert – dies möchte ich weitertragen und Menschen dafür begeistern.
Wenn Ihr mich daher auf meiner Reise begleiten wollt, seht Euch gerne in meinem Blog um. Seid offen, zuversichtlich, positiv und genießt es!