Literatur hat die Kraft, uns an besondere Orte zu führen, an Lieblingsorte, Sehnsuchtsorte, an Orte, die man besonders gut kennt und liebt oder an Orte, von denen man noch nie gehört hat, die einen aber sofort neugierig werden lassen. Letzteres war bei mir bei der Lektüre von Constance Hotzs Roman „Vier Tage im März“ der … Weiterlesen Eingeschneit in Müstair
Autor: kulturbowle
Verlassener Seelenzwilling
1949 ist für Erika Mann ein schicksalshaftes, schreckliches Jahr, denn ihr über alles geliebter Bruder, ihr Seelenzwilling Klaus nimmt sich in Cannes das Leben. Genau in diesem schwarzen Augenblick lässt Unda Hörner ihre Leserschaft Erika Mann begegnen und ausgehend von diesem Schlüsselmoment erzählt sie in „Solange es eine Heimat gibt - Erika Mann“ die Lebensgeschichte … Weiterlesen Verlassener Seelenzwilling
Ein Lufthauch von Page
Bei Maria Peteanis „Der Page vom Dalmasse Hotel“ gab es gleich mehrere gute Gründe und Anreize, warum ich das Buch sofort lesen wollte. Zunächst habe ich nicht nur ein großes Interesse an Literatur der Zwanziger und Dreißiger Jahre - vor allem auch aus der Feder weiblicher Autorinnen - sondern auch ein ausgeprägtes Faible für Hotel-Romane. … Weiterlesen Ein Lufthauch von Page
Das Rätsel und der Fisch
Janice Hallett hat sich bei mir bereits aufgrund ihres ersten Krimis „Mord zwischen den Zeilen“ dauerhaft ins Gedächtnis geschrieben. Warum? Weil sie das Krimigenre anders angeht, alternative Formen des Erzählers sucht, stilistisch eigene Wege geht. Der erste Roman bestand aus Emails und Textnachrichten. Der gerade in deutscher Übersetzung von Stefanie Kremer erschienene „Der Twyford Code“ … Weiterlesen Das Rätsel und der Fisch
Noir vor der Zeit
Literatur ist kraftvoll und vielfältig und gerade wenn man sich von ausgetretenen Lesepfaden und gewohnten Lesevorlieben ein wenig entfernt, kann es Bücher geben, die einen vollkommen überraschen. Víctor Català alias Caterina Albert i Paradís war mir vor der Lektüre von „Ein Film (3000 Meter)“ ehrlich gestanden kein Begriff. Doch während des Lesens rieb ich mir … Weiterlesen Noir vor der Zeit
Würdigung der Fluchthelfer
Ich war noch niemals in Marseille. Doch irgendwie habe ich bei der französischen Hafenstadt immer gleich die Assoziation eines kulturellen Schmelztiegels, einer bunten, lebhaften, quirligen Metropole voller Menschen im Kopf. 1940 war Marseille Zufluchtsort, Sammelpunkt und Durchgangsstation für viele, die vor dem Regime des Nationalsozialismus geflohen waren und nun auch einen Ausweg aus dem besetzten … Weiterlesen Würdigung der Fluchthelfer
Februarbowle 2024 – Bonustag und Grauvertreib
Der Februar bescherte uns dieses Jahr einen Tag mehr: Schalttag, ein geschenkter Tag, ein Bonustag, ein Tag mehr Zeit. Wettertechnisch war gefühlt doch einiges an Grau angesagt, doch dafür gab es viele schöne kulturelle Erlebnisse und gute Bücher, um das Grau etwas aufzuhellen und zu vertreiben. Ein wirkliches Glanzlicht und ganz zauberhaftes Theatererlebnis waren zweifelsohne … Weiterlesen Februarbowle 2024 – Bonustag und Grauvertreib
Kaminfeuerlektüre
Ein englisches Landhaus, draußen stürmt und regnet es und drinnen prasselt und knistert das Feuer im Kamin. Ein schöner großer Lesesessel lädt zum gemütlichen Schmökern ein und auch für die perfekte Lektüre ist gesorgt: Eva Ibbotsons wunderbarer Roman „Was der Morgen bringt“, der 1993 unter dem Titel „The Morning Gift“ in Großbritannien (und 1994 als … Weiterlesen Kaminfeuerlektüre
Sylter Schweigen
Sylt - diese vier Buchstaben wecken bei vielen Menschen sofort Assoziationen. Sogleich flimmern Bilder vom Strand, Watt und Nordsee, reetgedeckten Häuschen, Fischbrötchen, vielleicht aber auch von Luxus, Stars und Sternchen vor dem geistigen Auge. Nur wenige Orte in Deutschland haben in den letzten Jahrzehnten eine so extreme Entwicklung durchlaufen wie diese Insel und doch gibt … Weiterlesen Sylter Schweigen
Kästner wirkt immer
Ziemlich genau (oder zumindest fast, bei einem Tag sind wir jetzt mal großzügig) vor 125 Jahren wurde Erich Kästner in Dresden geboren - und zwar am 23. Februar 1899. D.h. dieses Jahr ist nicht nur Kafka-Jahr, sondern auch Kästner-Jahr. Obwohl für mich ehrlicherweise irgendwie immer Kästner-Jahr ist. Denn er begleitet mich schon mein Leseleben lang. … Weiterlesen Kästner wirkt immer









