Bowle

Raue Schatten in der Bretagne

Die Bretagne ist mehr als malerische Fischerorte, Austern schlürfen und windumtoste Küstenidylle. Die gebürtige Bretonin Claire Léost hat 2021 den Literaturpreis der Bretagne für ihren zweiten Roman „Der Sommer, in dem alles begann“ (Originaltitel: Le Passage de l’été) erhalten. Sie erzählt eine raue, geheimnisvolle Geschichte, in der sich die Schicksalsfäden dreier Frauen unterschiedlicher Generationen immer … Weiterlesen Raue Schatten in der Bretagne

Schweizer Sprachmelange

Literatur als Sprachexplosion, als vielfarbige Melange, als buntes Stimmengewirr und Gemisch aus deutsch, französisch, schweizerdeutsch, italienisch - Alexandre Lecoultre und seine Übersetzerin Ruth Gantert haben mit „Peter und so weiter“ einen erstaunlichen, einzigartigen und hochinteressanten Text geschaffen. Nicht jede Sprache hat für alles das richtige Wort bzw. die eine Formulierung, die es auf den Punkt … Weiterlesen Schweizer Sprachmelange

Märzbowle 2024 – Krokustage und Frauenpower

Dieser März war wahrlich ein blühender: konnte ich mich Anfang des Monats kaum an den Krokussen satt sehen, ging es gegen Ende des Monats nahtlos zur großen Magnolienpracht über. Zudem stand nicht nur der internationale Frauentag am 8. März im Kalender, sondern bei mir war rückblickend betrachtet diesen Monat wirklich auch Frauenpower im kulturellen und … Weiterlesen Märzbowle 2024 – Krokustage und Frauenpower

Kiosk der Zeit

Wenige Lebenswege laufen vollkommen geradlinig. Die meisten Menschen stoßen im Laufe des Lebens an Weggabelungen oder an Wendepunkte. Schicksalsschläge, Momente, die Entscheidungen erfordern, welchen Weg man weitergehen möchte. Michaela Maria Müller hat in ihrem feinsinnigen Roman „Zonen der Zeit“ zwei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, an genau solchen Weggabelungen in den Mittelpunkt gestellt. Der … Weiterlesen Kiosk der Zeit

Fortschrittsliebender Witwentröster

Es ist immer wieder aufs Neue faszinierend, literarisch in eine andere Zeit abzutauchen. Günter Neuwirths neuer Kriminalroman aus der Reihe um den Triester Ispettore Bruno Zabini „Südbahn nach Triest“ entführt die Leserschaft ins Wien und Triest der Donaumonarchie im Jahr 1908. Was war das für ein Jahr dieses 1908? In Wien regiert Kaiser Franz Joseph … Weiterlesen Fortschrittsliebender Witwentröster

Verlassener Seelenzwilling

1949 ist für Erika Mann ein schicksalshaftes, schreckliches Jahr, denn ihr über alles geliebter Bruder, ihr Seelenzwilling Klaus nimmt sich in Cannes das Leben. Genau in diesem schwarzen Augenblick lässt Unda Hörner ihre Leserschaft Erika Mann begegnen und ausgehend von diesem Schlüsselmoment erzählt sie in „Solange es eine Heimat gibt - Erika Mann“ die Lebensgeschichte … Weiterlesen Verlassener Seelenzwilling

Das Rätsel und der Fisch

Janice Hallett hat sich bei mir bereits aufgrund ihres ersten Krimis „Mord zwischen den Zeilen“ dauerhaft ins Gedächtnis geschrieben. Warum? Weil sie das Krimigenre anders angeht, alternative Formen des Erzählers sucht, stilistisch eigene Wege geht. Der erste Roman bestand aus Emails und Textnachrichten. Der gerade in deutscher Übersetzung von Stefanie Kremer erschienene „Der Twyford Code“ … Weiterlesen Das Rätsel und der Fisch